In der Schweiz wird die Stadt der Zukunft nicht mehr nur durch städtebauliche Projekte definiert, sondern durch innovative Konzepte, die Mobilität, Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Einklang bringen. Ein besonders ambitioniertes Projekt dabei ist City91 in der Region Basel – ein Vorzeige-Beispiel für eine intelligente, klimaneutrale Stadt der nächsten Jahrzehnte. Initiiert durch die www.red-dice.ch/de-clh-city91/, verbindet das Vorhaben traditionelle Infrastruktur mit digitalen Lösungen und setzt auf eine radikale Umgestaltung des urbanen Raums. Doch wie genau funktioniert City91? Und welche Chancen und Herausforderungen birgt dieses Projekt für die Schweiz?
City91 ist kein klassisches Stadtentwicklungsprojekt, sondern ein dynamisches Ökosystem, das Mobilität, Energie und Lebensraum in einem neuen Zusammenspiel vereint. Geplant als Teil des „Basler Stadtprogramms 2030“ soll das Vorhaben bis 2040 realisiert werden und die Region rund um den Rhein und die Aare nachhaltig prägen. Kernziel ist es, die Pendlerströme zu reduzieren, den öffentlichen Verkehr zu stärken und gleichzeitig die Attraktivität der Stadt für Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu steigern. Besonders innovativ ist dabei die Integration von E-Mobilität, smarter Verkehrssteuerung und grüner Infrastruktur – alles unter dem Motto „Mobilität als Service“ statt als Konsumgut.
Ein zentraler Baustein von City91 ist der Ausbau des ÖPNV-Netzes. Laut den Planungen soll die Tramlinie 91, die bereits heute als Teststrecke dient, bis 2035 zu einer Hauptachse des öffentlichen Verkehrs ausgebaut werden. Parallel wird das Radwegenetz massiv erweitert, darunter ein neues „Rhein-Radweg“-Projekt, das bis 2027 fertiggestellt werden soll. Die CLH Group, die als treibende Kraft hinter dem Projekt agiert, setzt dabei auf Partnerschaften mit lokalen Gemeinden, der SBB und der Stadt Basel. Ein konkretes Beispiel ist die geplante „Mobilitäts-Hub-Station“ am Rheinufer, wo Fahrräder, E-Autos und ÖPNV-Anbindungen zentral organisiert werden sollen – ein Modell, das bereits in anderen europäischen Städten wie Amsterdam oder Kopenhagen erfolgreich getestet wurde.
Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Umstellung auf eine so radikale Neuausrichtung der Mobilität erfordert nicht nur technologische Lösungen, sondern auch eine tiefgreifende kulturelle Akzeptanz. Viele Basler:innen sind mit dem öffentlichen Verkehr bereits zufrieden – ein Umdenken hin zu mehr Radverkehr oder E-Mobilität wird daher nicht von selbst kommen. Zudem stellt der Bau von Infrastrukturprojekten wie der neuen Tramlinie 91 und der Erweiterung des Radnetzes eine enorme logistische und finanzielle Herausforderung dar. Die CLH Group schätzt die Gesamtkosten auf rund 500 Millionen Franken, wobei ein Teil durch öffentliche Mittel und private Investoren gedeckt werden soll.
Ein weiterer spannender Aspekt von City91 ist die Integration von erneuerbaren Energien. Die CLH Group plant, die gesamte Energieversorgung des Projekts auf grüne Stromquellen umzustellen – etwa durch Solaranlagen auf den neuen Gebäuden oder durch die Nutzung von Abwärme aus Industrieanlagen. Ein konkretes Pilotprojekt ist die „Energiewende-Station“ am Rheinufer, wo Überschussenergie aus der Tramlinie in lokale Heizsysteme umgewandelt wird. Solche Lösungen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern könnten auch langfristig die Betriebskosten senken. Gleichzeitig soll City91 als Labor für zukunftsfähige Stadtplanung dienen: Durch die Nutzung von Daten aus Echtzeit-Verkehrsmanagement und KI-gestützter Verkehrssteuerung könnte das Projekt zeigen, wie Städte effizienter und ressourcenschonender funktionieren können.
Die Vision hinter City91 ist klar: eine Stadt, in der Mobilität nicht als Belastung, sondern als Service erlebt wird. Doch ob das Projekt tatsächlich gelingt, hängt davon ab, wie schnell und wie gut es die Bevölkerung mitnimmt. Während die CLH Group und die Stadt Basel bereits erste Pilotprojekte durchführen, bleibt abzuwarten, ob die notwendige Infrastruktur und die politische Unterstützung langfristig vorhanden sein werden. Eines ist jedoch sicher: City91 könnte ein Vorbild für andere Schweizer Städte werden – und zeigt, dass die Zukunft der Mobilität nicht mehr in Autos liegt, sondern in einer intelligenten, vernetzten Stadtentwicklung.
- Die Tramlinie 91 soll bis 2035 zu einer Hauptachse des öffentlichen Verkehrs ausgebaut werden.
- Das geplante Radwegenetz umfasst bis 2027 ein neues Rhein-Radweg-Projekt mit 50 Kilometern neuen Radstrecken.
- Die Gesamtkosten für die Umsetzung liegen geschätzt bei rund 500 Millionen Franken.
- Die Stadt soll bis 2040 klimaneutral betrieben werden, mit Fokus auf erneuerbare Energien.
- Die CLH Group kooperiert mit der SBB und lokalen Gemeinden für eine gemeinsame Mobilitätsstrategie.
City91 ist mehr als ein Bauprojekt – es ist ein Meilenstein für die Schweizer Stadtentwicklung. Ob es gelingt, die Vision einer nachhaltigen, vernetzten Stadt umzusetzen, bleibt eine Frage der Zeit. Doch eines ist sicher: Die CLH Group und die Stadt Basel haben hier ein Projekt ins Leben gerufen, das nicht nur die Mobilität der Region, sondern auch die Art und Weise, wie wir Städte denken, nachhaltig verändern wird.
